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Schede geb. ?? in ??, gest. 31.12.1927 in Merseburg, Geheimer Regierungsrat Am 01. Oktober 1909 übernimmt Schede, der schon vorher als Landrat und Stellvertreter des Landeshauptmanns nebenamtlich die Stellvertretung seines Amtsvorgängers wahrgenommen hatte, die Amtsgeschäfte von Kaßner. In seine Zeit fällt die Umgestaltung der Sozietät auf Grund des Preußischen Sozietätsgesetzes, der Erlass der neuen Satzung, der Allgemeinen Versicherungsbedingungen und die hierdurch erforderliche Änderung der Verwaltungseinrichtungen sowie die Aufnahme der Versicherung gegen Einbruchdiebstahl- und Beraubungsschäden und der Wasserleitungsschadenversicherung. Unter seiner Leitung machte die Entwicklung der Sozietät außerordentliche Fortschritte, bis der Krieg ausbrach. Während des Krieges beteiligte er sich an den gemeinsamen Maßnahmen der Feuerversicherungsanstalten zur Unterbringung der schwersten Risiken der Kriegsindustrie und leitete die Sozietät mit nur wenigen eingearbeiteten Kräften. In den nicht minder schweren Nachkriegsjahren hat er die gleitenden Versicherungsformen der Sozietät für die Feuerversicherung, insbesondere die Baunotversicherung mit Deckung des Neuwertes eingeführt; die Umstellung des Versicherungsbestandes nach Beendigung des Währungsverfalls auf Goldmark vollzog er noch vor seinem Abschied. Er war auch zunächst stellvertretender Direktor und seit 1922 Direktor des Feuerversicherungsverbandes in Mitteldeutschland, dessen Auflösung er Ende 1923 durchzuführen hatte.

Dienstgebäude Magdeburg

Dienstgebäude Merseburg

Das staatliche Gebäude der Ortsdirektion in Magdeburg wurde unter seiner Leitung gebaut, auch in Halle und Erfurt hatte er Grundstücke in guter Lage für die dortigen Ortsverwaltungen erworben. Am 1. Juli 1924 übergab er die Dienstgeschäfte an Bothe und trat er in den Ruhestand.

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